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1500,- Euro Spende für neuen AED

Kampf den plötzlichen Herztod

Im Jahr sterben ca. 100 000 bis 150 000 Menschen in Deutschland an einem plötzlichen Herztod. Betroffen sind nach aktuellen Studien Personen jeden Alters.
Nach eingetretenem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es bei vielen Patienten zu einem sogenannten Kammerflimmern innerhalb der ersten acht Minuten.

Jetzt zählt jede Minute. Die Überlebenswahrscheinlichkeit ohne die richtigen Maßnahmen sinkt pro Minute um 10 Prozent. Das heißt 10 Minuten nach Eintritt des Herz-Kreislauf-Stillstandes ist ohne eine adäquate Hilfe, z. B. Herz-Lungen-Wiederbelebung, eine Überlebenschance gleich null zu setzen.

Jetzt kommt es vor allem auf die Ersthelfer an – Erkennen der Situation, Notruf über die 112 absetzen und auf die Einsatzkräfte warten. Bis zum Eintreffen der Retter vergehen oftmals mehrere der wertvollsten Minuten für einen Patienten, wir sprechen hier vom therapiefreien Intervall.

Es müssen sofort Maßnahmen eingeleitet werden. Die Therapie der Wahl ist neben einer gut durchgeführten Herz-Lungen-Wiederbelebung der rettende Stromstoß – eine Defibrillation.

Erfolgt eine Defibrillation durch Ersthelfer in den ersten Minuten, steigt die Überlebenschance um über das Doppelte an. In solchen Situationen kommt ein automatisierter externer Defibrillator – auch kurz AED – zum Einsatz. Das Gerät gibt die nötigen Anweisungen, um den Ersthelfer durch das momentane Chaos zu führen und Hilfestellung zu geben. Der lebensrettende Schock wird dabei nur in absolut medizinisch notwendigen Fällen, z. B. bei einem Kammerflimmern, freigegeben.

Das Rettungsteam löst nach Eintreffen die Ersthelfer aus dem Geschehen heraus und versorgt den Patienten mit erweiterten Maßnahmen. Waren die Maßnahmen erfolgreich erfolgt der Transport zu Weiterbehandlung in die Klinik.

AED sind oft an öffentlich zugänglichen Plätzen mit großen Menschenansammlungen, wie Bahnhöfe, Banken, Rathäusern und Sportstätten zu finden. Diese sind für Laienhelfer gedacht, um ein schnelles und effektives Eingreifen zu ermöglichen.

Foto © FFW Kreisstadt Mühldorf am Inn e.V.

Wir, die Kameradinnen und Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Kreisstadt Mühldorf am Inn, bewältigen über 200 Einsätzen im Jahr. Dabei versuchen wir Verunglückten und schwer erkrankten Personen, zu denen wir gerufen werden, auf die beste Art und Weise zu helfen, um deren Überleben zu sichern.

Dank einer großzügigen Spende von 1.500,00 € der Kreissparkasse Altötting-Mühldorf konnten wir einen in die Jahre gekommenen AED ersetzen und unsere Sanitätsausstattung wieder vervollständigen. Filialleiter Matthias Buchner und Marktbereichsleiter Christian Braun sind hierzu ins Gerätehaus gekommen und haben Vorsitzenden Dr. Gerhard Deißenböck und dem zuständigen Abteilungsleiter und Ausbilder Paul Frei einen symbolischen Scheck übergeben.

Helfen Sie mit beim Kampf gegen den Plötzlichen Herztod, besuchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs bei den Hilfsorganisationen oder engagieren Sie sich aktiv ehrenamtlich bei Feuerwehr, THW oder einer unserer Hilfsorganisationen. Ihre Mitmenschen und wir brauchen Sie.